Freitag, 10. April 2015

Die 3 goldenen Regeln



Vor einiger Zeit, habe ich bei meinen Freunden von WORTFORM diese Grafik gesehen.

Ich habe meine eigenen Gedanken zu diesem Thema. Und ich denke es wird  Zeit, sie mit euch zu teilen.

Generell gesehen, ist es gar nicht so schwer ein gutes Buch zu schreiben. Natürlich braucht es mehr, als eine gute Idee. Ich denke auch, dass die generellen Punkte bekannt sind.
Eine gute Rechtschreibung, eine vorhandene Grammatik und das gewisse Etwas, sollten vorhanden sein.
Doch, was ist "das gewisse Etwas"?

Jeder kann einen Satz zusammen stellen und ihn aufschreiben. Dennoch fehlt das Gefühl in ihm. Dieses Gefühl ist das, was den Leser fesseln soll. Unser "gewisses Etwas".
Doch wie bekommt man ein Gefühl in einen Text?

In der heutigen Zeit, ist es normal einen Smiley zu benutzen. Diese bunten Grafiken sind heiß begehrt und erleichtern dem Schreiber seine Gefühle zu beschreiben. Ich persönlich liebe es, mit Smileys zu schreiben! Jedoch sind sie in einem Roman absolut fehl am Platz.

Doch, wie bekommt der Schreiber seine Gefühle dann in seinen Text?
Dafür benutzte ich meine drei goldenen Regeln.


Lebe. Liebe. Leide. 


Ein guter Schriftsteller, sollte in seinem Buch LEBEN!


Lebe mit deinem Charakter! 

Ziehe mit ihm durch die laute Stadt - Ignoriere die Stille in deinem Arbeitszimmer!

Versuche den blauen Himmel zu berühren - Ignoriere deine Zimmerdecke!

Schmecke sein Zitroneneis! - Es ist egal, dass du es nicht magst!


Ein guter Schriftsteller, sollte in seinem Buch LIEBEN!


Liebe mit deinem Charakter!

Lasse ihn seine erste große Liebe erkennen - Es ist egal, ob du in einer Beziehung bist, oder nicht!

Lasse deinem Charakter die Schmetterlinge im Bauch! - Es ist egal, ob du seit 20 Jahren verheiratet bist!

Sie liebt diesen Mann, mit den kurzen,dunklen Haaren! - Du magst lieber lang und rot? Gut. Lasse ihr ihre Vorlieben!


Ein guter Schriftsteller, sollte in seinem Buch LEIDEN!


Leide mit deinem Charakter!

Dein Charakter sieht, wie seine Eltern sterben - Du freust dich auf den wöchentlichen Kaffee mit deiner Mama? Schön! Und wie wäre es, wenn sie jetzt nicht kommen könnte?

Er verliert seine große Liebe. - Ignoriere deinen Partner! Wie wäre es, wenn er/sie jetzt gehen würde -für immer!

Seine Freunde opfern sich gemeinsam für seine Sache - Wie hast du dich als Kind gefühlt, wenn dein Freund neben dir stand und dir geholfen hat?




Vielleicht sitzt Du da jetzt und überlegst "Muss erst einer sterben, damit ich schreiben kann?"  NEIN! Wenn Du das denkst, dann hast Du mich falsch verstanden. 
Generell gesehen, hat jeder Mensch einmal geliebt, er hat gelitten und er lebt. Es war nicht immer das gleiche. Aber wenn man sein erlebtes abwandelt, kann man sich gut in die Gefühle der Charaktere hinein versetzen.
Du musst nicht jemanden verlieren, doch warst Du noch nie traurig, wenn Du weggezogen bist? Warst Du noch nie traurig Deine Freunde aus der Schule zu "verlieren", weil Du eine andere Schule besucht hast? 
Dein Charakter schafft es nicht, seine Mission zu erfüllen. Wie kamst Du dir vor, wenn Du einen Test in der Schule total vermasselt hast? Und das, obwohl Du so viel geübt hast!

Wie Du siehst, hast Du genau diese Gefühle alle erlebt. Dein Charakter hat sich durch die Welten geschlagen, um am Ende den gefürchteten Gegner zu besiegen!
Du wurdest geboren und musstest Dich seit dem jeden Tag durchschlagen. 
Du wurdest immer wieder dazu ermutigt aufzustehen und weiter zu gehen. Zu lernen und zu siegen. 

Gehe tief in Dich und überlege, wie Dein Leben war. 

Es ist das Gleiche, oder?